Historische entwicklung der Stadt Brušperk

Die Stadt wuchs auf dem niedrigsten der drei Hügel auf dem rechten Ufer der Ondřejnice her-an, in einem Gebiet, in dem die wellige Landschaft unter den Beskiden in den Ebenen der Oder endet. Sie wurde im 13. Jahrhundert gegründet, in der Zeit der Kolonialisierung, als der König, Adel und die Kirche neue Siedlungen und Städte gründeten. Die Gründungsurkunde von Brušperk trägt das Datum 6. Dezember 1269. Sie wurde vom olomoucer Bischof Bruno von Schauenberg herausgegeben, der das Gebiet zwischen Oder und Ostravice kaufte. Das Gebiet um den Fluss Ondřejnice war in dieser Zeit schon besiedelt, aber die Einwohner waren verstreut. Zu den ältesten Ansiedlungen gehören Staříč und Paskov mit slawischen Bezeichnungen. Bei den von Bruno gegründeten Ansiedlungen finden wir deutsche Bezeichnungen. Aus der ersten Hälfte des 13. Jahrhunderts stammt wahrschein-lich Hukvaldy. Ihr Name wurde von Franc de Hukeswagh, einem Deutschen, abgeleitet, der die Herr-schaft kaufte und sie zu guter Letzt an Bruno verkaufte. Die neu gegründete Stadt erhielt ihren Namen nach ihrem Begründer Bruno.

Wie die Jahrhunderte verliefen, wuchs sie an, erblühte und stagnierte, erlebte sie Katastrophen. Auch ihr Name änderte seine Gestalt. Aus dem ursprünglichen Brunonisberg entstand Brunsberg, Brunsperg, Bransberg, Brunssperk, Prussperk, Brussperg und ab dem Jahre 1854 der Name Brušperk. Er verbirgt den Namen seines Begründers. Šperk bedeutet der Ausdruck von Schönheit und Schmuckstück. In dieser Zeit war sie unter den mährischen Städten tatsächlich ein Schmuckstück. Trotzdem, dass der Begründer ein Deutscher war und in seiner Zeit eine bedeutende Persönlichkeit war, widerstand die Stadt den deutschen Einflüssen und war eine tschechische Stadt. Der Beweis dafür ist die tschechische Aufschrift auf der Barockstatue der Heiligen Dreifaltigkeit aus dem Jahr 1761 auf dem Komenský-Platz. Ganze 500 Jahre stand das im Vordergrund, was die Anzahl der Einwohner, die Handwerks- und Zunftfertigung, den Handel und die Kultur betrifft.

Seit ihren Anfängen erwarb sie die Rechte, die von den olomoucer Bischöfen erteilt wurden. Sie wuchs auf dem grünen Rasen heran und nach dem Burgrecht wurde sie vor Feinden durch einen Erdwall und einen tiefen Graben, dem Wall geschützt. Diesen Namen haben sich die betreffenden Stellen bis zur heu-tigen Zeit erhalten, heute die Wallstraße. Im Jahr 1545 erwarb sie das Marktrecht. Der erste Jahresmarkt fand am Feiertag der Hl. Katharina statt. Der Wochenmarkt jeden Dienstag. Weil am Tag der Hl. Katharina schlechtes Wetter und Überschwemmungen herrschten, wurde der Markt wenig besucht. Der olomoucer Bischof erlaubte im Jahr 1555, den zweiten Jahresmarkt am Dienstag vor dem Tag des Hl. Veit durchzuführen. Im Jahr 1568 erlaubte er der Stadt, den dritten Jahresmarkt am Tag des Hl. Matthäus durchzuführen. Von den vielen weiteren Rechten erwähne ich das Recht, Bier zu brauen, welches der Stadt im Jahr 1567 erteilt wurde.

Sehr bedeutend wurde für die Stadt die Zunftproduktion, am meisten die Weberei. Mit ihr be-schäftigten sich mehr als dreihundert Tuchwebmeister. Im Laufe des 19. Jahrhunderts, als in der Um-gebung die Textilfabriken entstanden, sank ihre Anzahl ab und das Handwerk verfiel. Der Grund war auch der, dass sich die Weber die Rohstoffe nur von Zwischenhändlern beschafften. Der letzte Web-stuhl, der in der Stadt erhalten geblieben ist, ist heute das Schmuckstück der Gedenkstätte V. Martínek im Volkshaus auf dem Platz.

Mit der Entwicklung der Industrie und des Transports verfiel die Handwerksproduktion, Kleinunter-nehmen waren nach dem Februar 1948 verboten und mit ihnen gingen auch die Erfahrungen und das Können der alten Meister, der Schmiedemeister, Ofensetzermeister, Sattlermeister und anderer verlo-ren. Die Stadt wurde zu einer ruhigen Siedlungsstadt ohne eine Industriezone.

Eine bedeutende Quelle des Lebensunterhalts der Einwohner wurde die Feldwirtschaft, auch für die Einwohner, die verschiedene Handwerke betrieben. Die Einwohneranzahl der Stadt wuchs ständig an. Im Jahr 1794 lebten 1689 Einwohner in der Stadt, im Jahr 1857 wuchs die Anzahl auf 3500 (1685 Männer und 1815 Frauen) an. Im Verlauf des 19. Jahrhunderts sank sie unter 2553 Ein-wohner.

Die Geschichte der Stadt ist mit der Brušperker Vogtei verbunden, welche die Ortschaften Antonínov und Borošín entstehen ließen. Im Jahr 1920 wurden beide zum Bestandteil der Stadt.

Zu den Katastrophen, welche die Stadt betrafen, gehören Brände, häufige Epidemien, welche die Einwohner und das Vieh betrafen, Unwetterkatastrophen, Missernten, Teuerung auch Kriegsge-tümmel und Heereszüge.

Im Jahr 1924 wurde der elektrische Strom in der Stadt eingeführt, im Jahr 1933 wurde auf Borošína der Bau des städtischen Wasserturms beendet und die Wasserleitung gelegt. Die Gasifizie-rung der Stadt begann im Jahr 1979.

Der Patron der Stadt ist der Hl. Georg. Ihm ist auch die hiesige Kirche geweiht. Ihr Turm grüßt die Besucher der Stadt von allen Seiten. Und wenn wir Brušperk von dem gegenüberliegenden Hügel, dem Hügel des Hl. Markus betrachten, der höchsten Katasterstelle der Stadt, bezaubert sie uns, sie ist eine Idylle, heute häufig das Lašsker Bethlehem genannt.

Im Verlaufe des 20. Jahrhunderts, vor allem in seiner zweiten Hälfte, hat sich der mittelalterliche Charakter der Stadt verändert. Die niedrigen Holzhäuschen und die engen Stra0en zwischen ihnen verschwanden.. Das alte Kastell, der Hof verschwand. In der Zeit der 1. Republik wurde es in Woh-nungen umgebaut. Der Grund und die Gebäude, die zu dem Objekt gehörten, wurden an Privatperso-nen verkauft. Den erhöhten Bedarf an Wohnungen löste die Stadt durch den Bau von vier Gemein-dehäusern am Závodí und sicherte so das Wohnen für zweiunddreißig Familien.

In den dreißiger Jahren kam es zur Flussregulierung, zum Bau neuer Brücken und Laufbrücken. Die Entwicklung des Autobusverkehrs führte zum Bau der Staatsstraße aus Brušperk nach Trnávka. Die Handwerke wichen vor der Entwicklung der Produktion in Vítkovice, Frýdek-Místek und Příbor zurück, aber trotzdem gab es in der Stadt eine Reihe von Handwerkern, welche der ganzen Umgebung ihre Dienste gewährten und viele der früher geborenen Einwohner haben sie gut in Erinnerung.

Die Bemühung, in der Stadt die Eisenbahn aufzubauen und so einen schnellen und billigen Trans-port zu sichern, der für die Entwicklung der Produktion notwendig ist, hat sich nicht realisiert. Am Anfang des Jahrhunderts hat das den Besitzer des Hofes Sölinger, der den Bau finanzierte, in den Ruin getrieben. Mit der Entwicklung des Autobusverkehrs wurde sie auch nicht in den dreißiger Jahren gebaut.

Das Werk einiger brušperker Enthusiasten war das Schwimmbad an der Grenze zwischen Bruš-perk und Fryčovice, am anderen Ende der Stadt, in Richtung nach Krmelín, die Sokol-Turnhalle. Von den vielen erinnere ich an PhMr. Karel Šudich und den Unternehmer Albín Hill.

Nach dem zweiten Weltkrieg setzte sich der Aufbau der Stadt fort, und er änderte weiter ihr Ge-samtaussehen. Viel wurde gebaut und auch abgerissen. Die Stadt vergrößerte sich nach und nach über den ganzen Umfang. Neue Familienhäuser wuchsen am häufigsten am Závodí heran. Die Handwerkerwerkstätten verfielen, Unternehmungen waren verboten. Die Kollektivierung der Landwirtschaft nahm den Hügeln um die Stadt herum ihre Buntheit. Durch das Umpflügen der Raine wurden viele zauberhafte stille Ecken für die Einwohner unzugänglich. Die abgebröckelte Grauheit hüllte die Bürgerhäuser, die Kirche und die anderen Gedenkstätten nach und nach ein. Die größten Bauten dieser Zeit war das Gebäude der Grundschule, in den siebziger Jahren die Kindergärten, die Oberflächenaufbereitung des Platzes, der Bau der direkten Bezirksstraße, die durch die Ebene am rechten Flussufer der Ondřejnice führt. Trotzdem, dass die Stadt kein Industriezentrum auch kein Verkehrsknotenpunkt war, wurde sie von den Einwohnern aus der breiten Umgebung häufig besucht, wegen des reichen Geschäftsnetzes. Das beschauliche Leben der Einwohner wurde durch die umfangreiche Überschwemmung in den sechziger Jahren gestört. Der Pegel des Flusses, des Horní und Dolní Koťbaches, hob sich um einige Meter an und hielt die Einwohner in den an ihren Ufern gebauten Häusern gefangen.. Sie zerstörte auch das Schwimmbad. Deshalb wurden an den Bächen drei Überschwemmungsschutzreservoirs gebaut.

Vojtěch Martínek schrieb: „Es scheint in einigen Augenblicken, dass das Städtchen schlummert. Es schlummert nicht, es bemüht sich.“ Das große Bemühen gipfelte in den neunziger Jahren. Die Ge-neralreparatur des Volkshauses und der Bau des umfangreichen Objektes des geplanten Gesundheits-zentrumsgebäudes wurde durchgeführt und beendet. Einige Jahre lang war es eine traurige Stelle in der Stadt. Heute ist es ihr Schmuckstück und das neue Zuhause der Senioren aus Brušperk und der nahen Umgebung, die hier in einer angenehmen Umgebung ihr Alter verleben. Das frühere Gesundheitszentrum ist das Eigentum eines Kollektivs von Ärzten, der Sitz der praktischen Ärztin und der Kinderärztin und der Zahnärzte. Im Gebäude fand sich genug Platz für die Rehabilitation, die Augenärztin, die Arbeitsstätte des Optikers und des Veterinärarztes. In der Stadt befindet sich auch eine private gynäkologische Ordination. In den Räumen des Seniorenheims Ondráš die Ordination der zweiten praktischen Ärztin. In der Stadt befinden sich zwei Apotheken.

In den letzten Jahren erhielt auch der Platz einen neuen Charakter. Die Bürgerhäuser schüttelten das alte Grau ab und strahlen mit hellen Farben in den Raum. Die kleinen Geschäfte belebten sich. Der Laubengang wurde gepflastert, einschließlich der Fußgängerwege, die Wände ausgemalt und beleuch-tet. Ein freier Raum entstand vor Jahren mit dem Abriss der alten Häuser in der Straße Kostelní und Zádvoří wurde in einen Parkplatz umgewandelt.

Anlässlich des fünfzigsten Jubiläums (1950-2000) der Eröffnung des Unterrichts im neuen Schulgebäude kam es zu seiner Generalrekonstruktion und der allmählichen Rekonstruktion, die immer im Zeitraum der Ferien durchgeführt wird. Umfangreiche Änderungen und Reparaturen verliefen im Kinderheim und im Kindergarten. Die modern ausgestattete Küche sichert die Verpflegung der Schüler der Grundschule, des Kindergartens und die Ganztagsverpflegung der Bewohner des Seniorenheims.

Die Wohnungssituation löste die Stadt mit der Rekonstruktion des Hauses Nr. 471, des früheren Bacík-Hauses, in der Straße Dráhy, durch die Errichtung von neun Wohnungseinheiten und durch den Bau von acht Kleinwohnungen in der Straße K Svaté vodě. Die Aufbereitungen auf dem örtlichen Friedhof wurden so durchgeführt, dass er ein wahrer Garten der Stadt ist. Die einzelnen Alleen wurden gepflastert, eine Wasserleitung wurde gelegt und die Beleuchtung wurde installiert. An den Autobushaltestellen wurden neue Wartehallen aufgebaut. Zur besseren Orientierung in der Stadt kam es zur Benennung der Straßen, zur Sicherung der größeren Sicherheit zu einer neuen Verkehrskennzeichnung. Weitere bedeutende Arbeiten waren die Rekonstruktion und Erweiterung der städtischen Bibliothek, der Aufbau der Umkleideräume auf dem Stadion, die Aufbereitung der örtlichen Kommunikationen und sonstiges.

In der Stadt sind Baufirmen angesiedelt. Sie beschäftigen die örtlichen Einwohner und beteiligen sich an den Arbeiten für die Stadt und die umliegenden Ortschaften. Sie führen fast alle Professionen aus. Der Landwirtschaft widmen sich einige kleine Landwirtschaftler. Die größten landwirtschaftli-chen Flächen werden von der Gesellschaft der Landwirtschaftsproduzenten bearbeitet.

So, wie auch andere Ortschaften, hat auch die Stadt Brušperk Probleme mit den unbearbeiteten Flächen und dem Kommunalabfall. In der Stadt gibt es sechs Lebensmittelgeschäfte, zwei Fleischereien, drei Blumengeschäfte, Verkaufsstelln für Gemüse, Schuhe, Textil und Konfektion, Drogerie, Elektro, Futtermittel für Haustiere, Galanterie, Eisenwarenhandlung, eine Musterverkaufsstelle für Spirituosen, zwei Konditoreien, sechs Gaststätten mit Verpflegungsmöglichkeit, Post, Sparkasse und weitere. In der Vergangenheit hatte die Stadt vier Bäcker. Zur Belebung des Handwerks kam es nicht und Brot und Gebäck werden aus den umliegenden Ortschaften geliefert.

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